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Viele Leute sehen in Zeitschriften,
oder auch in der Fernsehwerbung
für Autos, Möbel, ja sogar
Waschpulver so einen
süßen, kleinen,
weißen Hund mit dem runden
Kopf und drei schwarzen Punkten
darin und verspüren
plötzlich den Wunsch, so einen
kleinen, süßen Hund
selbst zu besitzen. Diese spontanen
Kaufentscheidungen, nur wegen des
attraktiven Aussehens, führen
in den seltensten Fällen zu
einer dauerhaften, glücklichen
Beziehung zwischen einem Menschen
und einem Westie. Es sollte
eigentlich heute jedem klar sein,
daß derjenige, der einen
Westie anschafft, damit die
Verantwortung für dieses
Lebewesen für die nächsten
10 bis 20 Jahre übernimmt. Nur
wer für einen solchen Zeitraum
ein zuverlässiger Partner
für ein solches Lebewesen sein
will und kann, ist geeignet für
eine solche Anschaffung.
Bevor Sie sich für die
Anschaffung eines Westies
entscheiden, denken Sie daran, im
Leben gibt es nicht nur Sonnentage.
Der Westie fordert auch bei
Kälte und Regen, am frühen
Morgen und späten Abend seinen
Spaziergang und nicht nur dann, wenn
Ihnen danach ist. Sie müssen
dazu in der Lage sein, die
Hinterlassenschaften Ihres Westies
zu beseitigen. Sie dürfen sich
nicht vor Ausscheidungen ekeln. Es
kann vorkommen, daß Ihr Hund
sich einmal erbricht, Sekrete oder
Blutstropfen bei läufigen
Hündinnen oder Absonderungen
aus dem Penis bei einem Rüden,
sowie ein länger vergrabener
Gegenstand oder eine tote Maus
müssen Sie ertragen
können. Manche Westies
wälzen sich gerne einmal in Kot
oder Jauche, ältere Hunde haben
oft Zahnstein und damit unangenehmen
Mundgeruch. Jeder Hund hat einmal
Blähungen. Ordnungs- und
Sauberkeitsfanatiker müssen
sich gründlich umstellen, sonst
wird der neue Hausgenosse zu einer
Belastung, statt wie erwünscht
zur Freude.
Die Herkunft und seine Geschichte
als Jagdhund in einer Meute machten
den Westie zu einem idealen
Familienhund. Je größer
seine (Menschen)-Meute ist, um so
wohler wird er sich fühlen.
Einen Westie nur aus dem Grund
anzuschaffen, damit die Kinder ein
neues Spielzeug zu Weihnachten
haben, ist auf jeden Fall die
falsche Entscheidung. Mit Sicherheit
werden die täglich damit
verbundenen Arbeiten, Füttern,
Gassigehen, Gesundheitsfürsorge
und Pflege, schnell zu einer
lästigen Pflicht. Nur wenn die
gesamte Familie hinter der
Anschaffung steht und jeder bereit
ist einen Teil der täglichen
Aufgaben zu übernehmen, steht
einer Anschaffung und der Aufnahme
eines neuen Rudelmitglieds nichts im
Wege. Ebenso wenig, wie ein Kind
eine zerrüttete Beziehung
wieder kitten kann, kann dies ein
Tier. Es gibt bereits genügend
Hunde, die unter zerrütteten
Beziehungen leiden! Alle Hunde haben
ein feines Gespür dafür,
wenn es in ihrer Umgebung kriselt.
Sehr junge Menschen mit eigenem
Hausstand sind nur sehr selten den
Anforderungen an Zeit und
Beständigkeit, sowie den
finanziellen Belastungen gewachsen.
Senioren sollten sich fragen, ob sie
aufgrund ihres Gesundheitszustands
und ihrem Lebensstil einem Westie
noch gerecht werden können. Auf
jeden Fall sollten sie Vorsorge
treffen, wenn Sie einmal nicht mehr
für Ihren Westie sorgen
können.
Bevor Sie sich für einen Westie
entscheiden, sollten Sie sich auf
jeden Fall die Zeit nehmen und den
direkten Kontakt mit erwachsenen
Westies suchen. Machen Sie
Spaziergänge mit, beobachten
Sie das Verhalten in verschiedener
Umgebung. Beurteilen Sie die Rasse
nicht nur nach ihrem
äußeren Erscheinungsbild!
Sprechen Sie mit anderen Leuten, die
schon einen Westie besitzen. Wenn
Ihnen das zu aufwendig ist, dann
sollten Sie sich keinen Hund
anschaffen. Ein Westie liebt den
Aufenthalt im Freien. Wer ein
Einfamilienhaus mit Garten besitzt,
der von dem Westie täglich
durchstöbert und abgesucht
werden kann und dann noch mehrmals
täglich kurze Spaziergänge
unternimmt, bietet einem Westie die
idealen äußeren
Voraussetzungen. Aber nicht jeder
kann diese idealen
äußeren Voraussetzungen
bieten und muß trotzdem nicht
auf einen Westie verzichten. Sie
müssen sich jedoch
überlegen, ob Sie Ihren
Nachteil dieser idealen
äußeren
Haltungsbedingungen ausgleichen
können. Es wird alles für
Sie etwas aufwendiger und fordert
mehr Phantasie.
Sie sollten vor der Anschaffung
für einige Zeit über Ihren
Tagesablauf Buch führen:
Berufstätigkeit mit Hin- und
Rückweg, Einkäufe,
Parties, Einladungen, Kino, Theater,
Sport, Arzt, Frisör, usw. Nun
stellen Sie sich die entscheidende
Frage, ob Ihnen noch genügend
Zeit verbleibt, die Sie mit einem
Westie teilen möchten. Ein
Westie, der den ganzen Tag
untätig in einer Etagenwohnung
vor sich hindöst und nur
dreimal am Tag für fünf
Minuten zum Bein heben vor die
Tür geführt wird und dann
gnädigerweise mit Ihnen noch
ein paar Stunden fernsehen darf und
dann schon wieder schlafen soll,
führt ein wahres Hundeleben.
Überlegen Sie sich auch vorher,
wie Sie in der Regel Ihren Urlaub
verbringen. Verreisen Sie
üblicherweise öfters mit
dem Flugzeug in der Haupturlaubszeit
an südliche Strände? Dann
sollten Sie sich vor der Anschaffung
Gedanken machen, wo Sie Ihren Westie
in dieser Zeit unterbringen
können, nicht jeder hat liebe
Eltern oder Großeltern, die
jederzeit gerne zur Abwechslung
Ihren Liebling in Pflege nehmen.
Rechnen Sie damit, daß heutige
Senioren ebenfalls sehr mobil sind
und gerne herumreisen.
Leider ist es so, daß immer
mehr Menschen allergisch auf alle
möglichen Stoffe reagieren. Es
ist heutzutage kein großer
Aufwand mehr, vor der beabsichtigten
Anschaffung einen Allergietest
durchführen zu lassen.
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